Login
Alle Treffer anzeigen
Dieses Fenster schließen

Befragung in deutschen Krankenhäusern offenbart Mängel bei Demenzversorgung

Das Deutsche Institut für angewandte Pflegeforschung (dip) hat mit dem Pflege-Thermometer 2014 die nach eigenen Aussagen bislang größte Befragung in der Pflege zur Versorgung von Menschen mit Demenz im Krankenhaus veröffentlicht. Die Ergebnisse zeigen laut dip, dass das Thema eine herausragende Bedeutung für die Gesundheitsversorgung hat. Die Studie, nach der fast jeder vierte Patient auf den befragten Stationen an einer Demenz leidet, offenbart gravierende Umsetzungsprobleme von geeigneten Versorgungskonzepten. Die mehr als 1.800 befragten Stations- und Abteilungsleitungen aus Krankenhäusern machen vor allem das fallpauschalierte Vergütungssystem und den hohen Wirtschaftlichkeitsdruck für die Versorgungsdefizite verantwortlich. Auch die ausgedünnte Personaldecke spiele eine wichtige Rolle, die vor allem nachts zu Engpässen führe. Folge sei nicht selten die unnötige Verabreichung von Schlafmedikamenten oder eine fragwürdige Fixierung der Patienten. Hochgerechnet auf alle Krankenhäuser in Deutschland schätzen die Forscher vom dip, dass pro Jahr rund 2,6 Millionen sedierende Medikamente verabreicht werden und etwa 500.000 meist unnötige Fixierungen durchgeführt werden.

Pdf-Download des Pflege-Thermometers 2014 von der Homepage des dip.